Die 9.Sinfonie

Bilder und Text von Theater Nimmerland

 

Das Theaterstück

Der junge Dirigent Karavan bekommt - aufgrund einer Namensverwechslung - einen Anruf vom Konzerthaus in Berlin und damit seine große Chance: Er soll die 9. Sinfonie von Beethoven dirigieren. Die Sache hat allerdings einen Haken: Er muss ein Orchester zur Aufführung mitbringen. Doch woher soll er so schnell die vielen Musiker nehmen? In seiner Verzweiflung gerät er an eine dubiose Agentur, die ihm Hilfe verspricht. Wenig später ist sein Wohnzimmer mit den seltsamsten Musikern bevölkert: Eine Horde musizierender Tiere, die sich statt für Beethoven nur für ihre nächste Mahlzeit interessiert. Logisch, dass es daher zu reichlich Konflikten kommt. Denn die leckere Mahlzeit sitzt schon am Instrument nebenan. 

Dieser Kampf ums Fressen und Gefressenwerden ist ein Bild für den täglichen Kampf unter den Menschen, wie ihn Beethoven am Anfang des 4. Satzes seiner 9. Sinfonie komponiert hat. Das ist besonders interessant, denn nach diesem musikalischen Gewaltausbruch geht Beethoven in seiner Komposition schließlich in die Vertonung von Schillers Ode an die Freude über.

Dieser Kontrast zwischen dem täglichen Kampf um das Dasein und dem Ideal einer friedlichen Welt macht die 9. Sinfonie zu einem der bekanntesten und beliebtesten Meisterwerke aller Zeiten. In der einzigartigen Verbindung von Beethovens Musik und Schillers Text liegt eine tiefere Wahrheit, die unser Theaterstück mit dieser Geschichte zu ergründen sucht.

In unserer Inszenierung werden alle 15 verschiedenen Charaktere von einem Schauspieler dargestellt. Durch rasanten Wechsel der Mimik, Gestik und Sprache entfaltet sich eine imaginäre Welt, die Schüler genauso fasziniert wie Erwachsene. 

Die 9.Sinfonie - Fuss