Geschichte

Die Geschichte der Regenbogenschule ist eng verbunden mit der Entstehung der Gartenstadt, die auf das Jahr 1908 zurückgeht. Hier sollte ein Stadtteil entstehen, in dem das arbeitende Volk bessere Wohnverhältnisse und mehr Lebensqualität finden konnte. Durch die kleinen Gärten war es den Menschen auch möglich, sich mit Obst und Gemüse selbst zu versorgen.

Bis zum Jahr 1915 gab es in der Gartenstadt keine Schule. Die Kinder mussten den weiten Weg nach Gibitzenhof auf sich nehmen und wurden dort unterrichtet. Dann errichtete man eine Schulbaracke an der Katzwanger Straße. Der Bau unseres Schulhauses begann erst im Jahr 1926 mit dem Gebäude entlang der Regenbogenstraße.

Die feierliche Eröffnungsfeier, bei der die Schule den Namen „Pestalozzischule“ erhielt, fand am 9. Mai 1927 statt. Namensgeber war der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi (1746 – 1827), der an die 40 Kinder auf seinem Landgut im Sinne der „Wohnstubenerziehung“ aufnahm und unterrichtete. Arme Kinder lernten das Spinnen, Weben und den kleinen Landbau verbunden mit Schulunterricht und sittlich-religiöser Erziehung.

Im Jahr 1931 besuchten 446 Kinder die Pestalozzischule in der Gartenstadt. 1932 gab es zwei Klassen mit über 60 Schülern, 1933 eine Klasse mit 73 Schülern und 1934 sogar mit 80 Schülern.

1935 folgte der Flügelbau entlang der Frauenlobstraße, der am 20. Januar 1936 bezogen wurde.

 

GeschichteGegen Ende des Krieges (1945) wurde die Schule von Bomben getroffen und so schwer beschädigt, dass der Schulbetrieb für längere Zeit eingestellt werden musste.

Die Turnhalle wurde 1954 neu aufgebaut und im Schuljahr 1957/58 erfolgte die Aufteilung in eine Mädchenschule (1. Stock) und Knabenschule (Erdgeschoss). Insgesamt besuchten 583 Kinder die Schule.

 

Im Jahr 1968 wurde die Schule umbenannt in „Volksschule Nürnberg Regenbogenstraße“ in Anlehnung an ihren Standort. Namenspate ist der mittelalterliche Minnesänger und Dichter Barthel Regenbogen (um 1320). Auch in der Nachbarschaft der Schule finden sich Straßennamen, die auf die Meistersinger hinweisen (Frauenlob, Stolzing, Tannhäuser).

In den 80er Jahren wurde aus der Volksschule eine Grund- und Teilhauptschule, d.h. es gab jeweils 2 Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis 4 und je 2 Klassen der Jahrgangsstufe 5 und 6. Die Schülerzahl lag bei circa 230 Kindern.

Aufgrund des erhöhten Betreuungsbedarfs wurde 1994 die Mittagsbetreuung innerhalb der Schule eingerichtet, die neben dem Hort die Kinder

nach dem Unterricht betreut.

Geschichte

Ihren derzeitigen Namen „Regenbogenschule“ erhielt die Schule 1996. Ein Jahr später erfolgte die Umgestaltung des Schulgartens und des Pausenhofes, wobei Eltern- und Lehrerschaft einen großen Anteil Eigenleistung erbrachten. Zu-dem wurde der Schulhof zum öffentlichen Spielhof.

Seit dem Schuljahr 2006/07 ist die Regenbogenschule eine reine Grundschule mit jeweils zwei Klassen in jeder Jahr-gangsstufe und durchschnittlich 180 Schülern.

 

 

 

 Karin Einhart, Konrektorin